Mein 2016

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Ah, 2016. Das Jahr der Intensität, wie ich voraussagte und das entpuppte sich als sehr, sehr wahr – wenngleich anders als ich es gedacht hatte. Statt erhofften, primären tiefsinnigen Erkenntnissen wurde anscheinend einfach alles in seiner Intensität vertieft.

Gefühlt ließ sich das Jahr sehr gut an und wurde gegen Ende einfach immer brutaler – mehr Tode, mehr Grauen, mehr Erschöpfungen – aber wenn ich meine Loving Sundays so nachlese, hat sich meine Grunderschöpfung des letzten Jahres schlichtweg weiter durchgezogen, so dass ich kontinuierlich dünnhäutiger wurde und sich das zum Ende des Jahre einfach hochstaute. Vielleicht liegt es daran, dass ich alles intensiver wahrnahm und fühlte: das Gute wie das Schlechte. Mal abgesehen von den vielen Toden wichtiger Personen und der furchterregenden weltpolitischen Lage, war mein persönliches Jahr von der weiterhin fürchterlichen Arbeitssituation überschattet, die mir unendlich viel Energie raubt, was sich auch in vielen Krankheitstagen widerspiegelte und in einer schwachen Form der Hyperakusis. 2016 ist auch das Jahr, das meinen bis dato festen Glauben an die Menschheit in seinen Grundfesten erschütterte – etwas, womit ich noch nicht so ganz umgehen kann und für das ich mir gegebenenfalls professionelle Hilfe holen werde(n muss).

Aber das Jahr der Intensität hat sich nicht nur auf das Negative des Jahres ausgewirkt. Es hat sich auch in unglaublich tiefgehenden Gesprächen mit den verschiedensten wundervollen Menschen widergespiegelt und in sehr intensiven Freundschaftsmomenten, in Achtsamkeit und Austausch, im Kennenlernen neuer großartiger Menschen und Erweiterung meiner Blog- und Twitterbubble.

Es hat sich niedergeschlagen in vielen Tarotlegungen für mich selbst und andere und in Gesprächen bis spät in die Nacht und in einem wunderschönen Ritualen (Litha und Lughnasad). In Besuchen und (Kurz)Urlauben (gleich zweimal Hamburg, bei meiner Mutter, in Mainz, bei Stefan und Anja, bei meinem Bruder, Rollenspielraid, Pampa, Burgbesuch, Tanzwochenende, viele Besuche von Órin ♥) und gemeinsamen Feiern (Sommerfest, Hochzeit).

2016 war auch das Jahr, in dem ich so kreativ – vor allem dauerhaft kreativ – war wie seit Jahren nicht mehr. Ich habe sehr, sehr viel geschrieben, sowohl hier im Blog als auch anderweitig. Ich habe mir Playlists zusammengestellt und hoch und runter gehört. Ich habe viel gesungen, mehrere Konzerte mit dem Chor (darunter meine Lieblingsmesse: Bachs h-Moll-Messe!!) sowie für Freunde auf deren Hochzeit, begleitet von zwei Freunden auf der Gitarre. Ich habe viel Tribal Fusion getanzt, sogar inklusive Auftritt und mich dabei wundervoll gefühlt.

Ich habe vieles, was ich mir vorgenommen habe, auch wirklich durchgezogen: Sport gemeinsam mit der Lieblingskollegin, den Dragon Age Runthrough mit Anna – und generell unser gemeinsames großartiges Projekt Gaming Nerd Girls, die Vision Seeker-Reihe, sowie hier die Loving Sundays oder den Blogging Your Way-Kurs und mein Bullet Journal.

Kulinarisch war 2016 definitiv ein Highlight – ich habe viel ausprobiert und genossen und bewusst gegessen. Mein Liebling war, glaube ich, die Karamellisierte Spargeltarte, wobei Kürbis-Birnen-Flammkuchen dicht auf ist – oh, und den veganen Lavendel-Zitronen-„Käse“kuchen nicht vergessen! Sooo lecker.

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Ich war sehr achtsam dieses Jahr mit mir selbst: wieder mehr Sauna, viel Zurückziehen in mich, bessere Körper- und Haarpflege, kein Facebook mehr. Ich habe fast 10 Kilo abgenommen und habe das Gefühl, mich langsam dem zu nähern, wer und wie ich bin und sein möchte. Ich plane sogar ein kleines Tattoo für 2017 ☽○☾und habe Ideen für mehr – aber wie es mit Tattoos so ist, werde ich den Gedanken erst noch zwei, drei Jahre reifen lassen, bevor ich in Aktion trete. Ich war austauschwillig, kritisch und begeisternd und bin mehrfach für mich und meine Ideale eingestanden, auch gegenüber Vorgesetzten und Kollegen. Ich habe mich geäußert und Komplimente bekommen.

Wir haben unsere Wohnung weiter optimiert, das Schlafzimmer und das Kinderzimmer umgeräumt und dadurch DEUTLICH verbessert.

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Natürlich darf hier auch der wahnsinnige Erfolg von MAGUN nicht fehlen! Es steckt so viel Herzblut und Freude und Zeit in diesem Rollenspiel und wir haben beide sehr viel daran gearbeitet, dass es das wird, was es ist und es ist einfach wunderschön, zu sehen, wie gut es bei den Menschen ankommt. So viel Dankbarkeit für die Unterstützung, die Anteilnahme, die Begeisterung, die Rückmeldung.

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Unsere Kinder. Was für ein Jahr mit den beiden – sie haben so unfassbare Sprünge gemacht, es ist begeisternd. Sie sind so groß geworden, sie sind so weit gekommen und sind so … intensiv in allem. Der Kindergarten tut den beiden total gut und die Rückmeldungen der Erzieher sind wahnsinnig positiv. Anscheinend sind die beiden in Bezug auf Malen, Buchstaben- und Ziffernkenntnis anderen in ihrem Alter um ein bis anderthalb Jahre voraus! Meine Mutter meinte, einige ihrer Zweitklässler könnten nicht so gegenständlich malen wie die beiden… Sehr beeindruckend. Ja, sie sind auch sehr laut und manchmal beeindruckend quengelig, aber gleichzeitig unfassbar liebevoll und kuschelig und großartig. Wir haben viele Dinge gemacht – sie schliefen im Zelt, fuhren Riesenrad und bestaunten Dinosaurierskelette im Museum, waren im Kino und oft spontan draußen, ließen sie immer mehr einfach machen und genossen die Zeit mit ihnen. Sie werden immer selbstständiger und wollen bei immer mehr Dingen helfen und sie selber machen und es klappt auch eigentlich alles. Außer sie sind nicht bei der Sache (well). Und sie haben eine neue Leidenschaft entdeckt: Hörbücher.

Leander war dieses Jahr mehr denn je meine Stärke und mein Halt, derjenige, der mich in allem unterstützt und liebt und ich bin sehr dankbar, dass wir es dieses Jahr geschafft haben, uns wieder mehr Zeit für uns als Paar einzuplanen und zu nehmen und ich hoffe, dass sich das im neuen Jahr fortsetzt th_herzchen2

Verwaschen aber mit Liebe ;)
Verwaschen aber mit Liebe 😉

Wenn ich so über das Jahr blicke und lese, was alles geschah und sich entwickelte und was ich alles geschafft habe, ist es doch gar nicht so negativ, wie es sich anfühlt. Eigentlich großartig – und gleichzeitig erschreckend, wenn man überlegt, wie stark sich die Negativität des letzten halben Jahres, die sich primär aus Arbeitsstress und Weltpolitik und Todesfällen zusammensetzt, über den Rest legt. Und ich bin sehr dankbar für meine Loving Sundays, die mir auch retrospektiv vor Augen führen, was alles schön und wunderbar war. Ich werde versuchen, mir das weiterhin regelmäßig vor Augen zu führen.

I’m not gonna let the darkness take me. I’m stronger than that.

Lasst uns 2017 zum

Jahr der Kraft

machen.

Das Jahr, in dem wir stark sind, in dem wir wir selbst sind und voller Kraft für uns uns, unsere Ideale und unsere Liebsten einstehen.

Die letzten Jahre: 2015 – das Jahr der Taten. 2014 – das Jahr der Suche. 2013 – das Jahr der Tiefe. 2012 – das Jahr des Selbst. 2011 – das Jahr der Erfahrungen. 2010 – das Jahr der Anfänge. 2009 – das Jahr der Erkenntnis. 2008 – das Jahr der Anstrengung. 2007 – das Jahr der Veränderungen.

P.S.: Wer noch mehr Blog-Jahresrückblicke lesen mag, findet sie hier in der Blogparade #Jahresrückblick2016 🙂

 

4 Gedanken zu “Mein 2016

  1. Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein glückliches und gesundes neues Jahr! 🙂

    Ich tue mich ja immer schwer damit, Dinge in Worte zu fassen (was auch ein Grund dafür ist, warum ich deinen Blog so gern lese…du kannst das wirklich gut und sprichst mir so oft aus der Seele), ich weiß daher gar nicht, wie ich das Jahr 2016 für mich betiteln soll. Für uns als Familie war es ein anstrengendes (man muss sich halt in die Elternschaft erstmal reinfummeln), aber auch sehr schönes Jahr.

    Für 2017 habe ich mir wieder mehr Interaktion vorgenommen. Mein Fokus lag – verständlicherweise – größtenteils auf meinem Nachwuchs, alles andere trat mehr in den Hintergrund. Dieses Jahr schaffe ich dann hoffentlich wieder mehr Ausgeglichenheit zwischen Kind, Partner und Freunden.

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